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Delikatessenshop ZIANO: «Wir mussten beim Programmieren improvisieren»

21 Juli 2015 | von Helpnews.ch by HELP Media AG

Uhr Lesedauer: 3 Minuten


Pressetitel

Delikatessenshop ZIANO: «Wir mussten beim Programmieren improvisieren»

Verfasser / Quelle

Harald Tappeiner

Publikation

21.07.2015 | 15:52 Uhr


Mägenwil (helpnews) - 21.07.2015, Erfolg am E-Commerce-Award: Zwei Wochen nach seiner Eröffnung nahm der Online-Shop ZIANO bereits am Schweizer E-Commerce Award 2015 teil. Die Jungunternehmer schafften auf Anhieb den Sprung unter die ersten fünf Startups. Help.ch sprach mit Andreas Husi.



Andreas Husi (Mitte)

help.ch:
Herr Husi, wie erklären Sie sich das gute Gelingen?

Andreas Husi:
Der Award hat uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, indem wir Delikatessen online anbieten, die man bisher in der Schweiz selten finden konnte. Bei der Jury konnten wir sicher auch mit unserem Delikatessen- Abo punkten. Unsere Kunden erhalten jeden Monat 5-8 Spezialitäten von unterschiedlichen Manufakturen aus der Schweiz und der ganzen Welt in einer Box nach Hause geliefert. Dazu gibt es ein Magazin, in dem wir die dazugehörigen Manufakturen und Rezepte vorstellen.



help.ch:
Haben Sie Ihre Geschäftsidee einer Bank vorgelegt?

Husi:
Wir haben einen Businessplan für uns selbst geschrieben, um einen ungefähren Fahrplan zu haben. Viel wichtiger schien mir, frühzeitig zu starten, selbst wenn noch nicht alles zu 100 Prozent funktioniert, damit wir möglichst schnell ein Feedback vom Markt erhalten.

help.ch:
Wie haben Sie die Finanzierung bewerkstelligt?

Husi:
Wir sind derzeit eigenfinanziert. Das war möglich, weil wir alles mit einem begrenzten Budget aufbauten. Wir denken auch, wir sind unter die besten Fünf gekommen, weil wir praktisch alles selber aufbauten und keine grosse Agentur engagierten. Mit unseren eher bescheidenen Programmierkenntnissen mussten wir improvisieren und auf kostenlose Tools zurückgreifen.

help.ch:
Sie haben ein Bezahlsystem mit Kreditkarte installiert. Genügen dafür kostenlose Tools?

Husi:
Für unseren Shop konnten wir die Integration des Bezahlsystems plus weitere Funktionalitätserweiterungen über sogenannte Plugins bewerkstelligen. Je nach Umfang waren diese gratis oder zu einem überschaubaren Preis zu haben.

help.ch:
Ist die Installation eines Kreditkarten- oder Paypal-Systems nicht kostenintensiv?

Husi:
Der Einbau des Zahlungssystems durch eine spezialisierte Firma kostet einige hundert Franken: Damit sind die meisten Kreditkarten und Paypal abgedeckt. Hinzu kommt eine zusätzliche monatliche Gebühr. Will man auf Kreditkarten verzichten und nur Paypal anbieten, so bezahlt man einzig die Verkaufsprovision.



help.ch:
Bieten Sie vor allem Schweizer Produkte an?

Husi:
Der Anteil an Schweizer Produkten ist derzeit noch relativ klein, das wird aber laufend ausgebaut. Aus der Schweiz haben wir beispielsweise den Bergsalsiz, welcher auf traditionelle Art und Weise hergestellt wird und geschmacklich etwas ganz anderes ist, als das, was man aus dem Supermarkt kennt. Besonders überrascht waren wir über die Qualität und den Geschmack der britischen Produkte. Auch die vielen kleinen Jungunternehmen aus Deutschland haben uns erstaunt. Die Grillgewürze von Ankerkraut beispielsweise sind geschmacklich kaum zu übertreffen, da sie direkt vom Hamburger Hafen ohne lange Zwischenlagerung zu uns kommen. Aus nicht europäischen Ländern sind die Tim Tam Schokobiskuits und das Bundaberg Ginger Beer aus Australien hervorzuheben.

help.ch:
Jüngst warnte die Bundesstelle Kobik vor betrügerischen Online-Shops im Ausland. Ist der Ruf der Online-Shops nun gefährdet?

Husi:
Das glaube ich nicht. Wir bieten beispielsweise auch den Kauf auf Rechnung an. Das heisst, unsere Kunden erhalten das Produkt, ohne eine Vorauszahlung zu leisten. Schlechte Erfahrungen mit bestimmten Shops sprechen sich im Internet schnell in den entsprechenden Foren herum.

help.ch:
Wird man bei Ihnen künftig auch ein Insektenriegel kaufen können?

Husi:
Wir haben vor kurzem entsprechende Produkte aus Frankreich getestet. Insekten als Nahrung, diesen Grundgedanken finden wird gut. Allerdings glauben wir derzeit nicht, dass es in der Schweiz eine grosse Nachfrage danach gibt. Wir werden sehen, was die Zukunft bringen wird.

help.ch:
Danke für das Gespräch.

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Harald Tappeiner Redaktion HELP Media AG Leutschenstrasse 1 8807 Freienbach 044 240 36 40

Matthias.stoeckli@help.ch Verkaufsleitung Onlineverlag HELP Media AG Leutschenstrasse 1 8807 Freienbach 0800 732 724



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Quelle: Harald Tappeiner | Publiziert am 21.07.15 | Aktualisiert um 15:52 Uhr


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